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Kassels süße Seiten! Interview mit Stadtimker Victor Hernández

Surrende Bienenstöcke gibt es nicht nur auf dem Land, sondern auch in Kassel: In der zweitgrünsten deutschen Stadt mit all den blühenden Parks und Gärten fühlen sich die fleißigen Völker so richtig wohl. 

  • Victor, Sie sind bekannt als Kassels erster Stadtimker. Was lieben Sie an Ihrer Arbeit?

Da gibt es gleich zwei Dinge: Erstens genieße ich den direkten Zugang zur Natur – und das mitten im urbanen Raum! Und zweitens stehen meine Bienenvölker auf unterschiedlichen Dächern in der Stadt, sodass ich oft einen grandiosen Ausblick habe.

  • Sie kennen die schönsten und grünsten Flecken in unserer Stadt. Welche drei Highlights dürfen Kassel-Besuchende auf keinen Fall verpassen?  

Kassels Perlen liegen manchmal etwas versteckt – es lohnt sich also, sich auf den Weg zu machen und sie zu suchen! Ein solcher Weg sollte unbedingt in die Karlsaue mit dem angrenzenden BuGa-Gelände führen. Für mich ist es die grüne Lunge mitten in der Stadt. Und natürlich fliegen unsere Bienen auch dort herum. 

Ein weiteres Highlight ist natürlich der Bergpark mit dem Herkules, der über Kassel thront und wacht. Auch rund um Wilhelmshöhe und den Bergpark haben wir Bienenvölker aufgestellt. An exponiertester Stelle wäre da vielleicht das Dach des Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe Conference & Spa zu nennen. 

Mein drittes Highlight ist die Kasseler Markthalle, die ein wunderbarer Treffpunkt für alle ist, die regionale Lebensmittel lieben. Genau das trifft ja auch auf den Kasseler Stadthonig zu: Bienen stehen mit ihrem Flugradius von drei Kilometern für Regionalität.  

  • Haben Sie eigentlich ein Lieblingsquartier in der Stadt?

Nein, jedes Quartier hat seine Besonderheiten und Vorzüge. Lange waren wir mit unserem Betrieb in der Kasseler Nordstadt zuhause. Dieser häufig unterschätzte Stadtteil brachte dann aber letztlich den besten Honig des Landes Hessens hervor. Wir bekamen für die Ernte 2014 den hessischen Staatspreis. Es lohnt sich also, jeden Stadtteil genau unter die Lupe zu nehmen und kennenzulernen. 

  • Stellen Sie sich vor, Sie haben Besuch und es regnet ununterbrochen. Was unternehmen Sie mit Ihren Gästen?

Bei Regenwetter bieten sich natürlich die Kasseler Museen an. Besonders gerne führe ich meine Besucher*innen in die GRIMMWELT Kassel, aber auch in das außergewöhnliche Museum für Sepulkralkultur.

  • In welches Restaurant gehen Sie, wenn Sie mal keine Lust haben zu kochen?

Ich koche für mein Leben gern. Wenn ich essen gehe, dann am liebsten da, wo man mit regionalen Zutaten gut umzugehen weiß. Zum Beispiel im Renthof, im „La Bottega Veneta“ in Wilhelmshöhe oder im Tapas-Restaurant „Chiringuito“ im Vorderen Westen.

  • Wie würden Sie Kassel einem Freund beschreiben, der noch nie hier war?  

Also, Kassel ist wirklich eine überraschende Stadt. Lass dich einfach begeistern von den kulturellen Schätzen, den vielen Ausgehmöglichkeiten, dem beeindruckenden Bergpark und der Freundlichkeit der Menschen, die hier leben!

  • Danke für das Gespräch!