Lyrik trifft Gamelan und experimentelle Musik
Sonderkonzert „A Rohingya Refugee goes to the Zoo": Lyrik trifft Gamelan und experimentelle Musik am 29.8.2026 um 20 Uhr, Mimikri Galerie, Schillerstraße 30, 34117 Kassel
Eine Kollaboration zwischen Marga Sari, dem Klangkunst-Projekt Tan Bone, und dem Rohingya-Poeten Azad Mohammed sowie Kasseler Musiker:innen
Auf der Basis von Improvisation werden Gedichte von Azad Mohammed in der Sprache der Rohingya, Birmanisch und Englisch musikalisch interpretiert, wobei die Klänge des Gamelans, Elektroakustische Musik und Instrumentalklänge die Vielfalt des sprachlichen Vortrags spiegeln.
Tan Bone ist ein internationales Klangkunst-Kollektiv dass sich mit Sound und Menschenrechtsfragen angesichts des Konflikts in Myanmar auseinandersetzt. Tan Bone versteht sich als Plattform der künstlerischen Kollaboration zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden. Gegründet 2021 von li li k.s.a und Joshua Weitzel, arbeitet Tan Bone mit Mitteln von elektroakustischer Komposition, Web-Apps, Lecture Performance, Netzwerkbildung und Installation. Vor allem mit dem Zyklus „Sound Pot“, der Objekte von ermordeten Aktivisten Ausstellungen und Präsentationen in Deutschland, Österreich, Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Thailand und Australien u.a. im Rahmen von documenta fifteen, Opening Sound Art Festival Trier 2021, Marburger Kunstverein, Dystopia Sound Art Biennale Berlin 2024, Mozarteum Salzburg. „Solidarity Noise Project“ wurde 2022 auf der CD „im Hier und Jetzt oder Nie“ der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik veröffentlicht. Für den Hessischen Rundfunk entstand 2023 die Komposition „Mit dem Rücken zur Wand“.
Azad Mohammed, geboren 1996 in Buthidaung, Myanmar, lebt in Vellmar. Als Angehöriger der Rohingya war Azad Mohammed der Besuch einer Hochschule in Myanmar verwehrt. Dort ist es seit 2012 den Rohingya verboten, ein Studium zu absolvieren. Mohammed zog nach Indien und belegte am Don Bosco Technical Institute in New Delhi, einem Institut des UN-Flüchtlingshilfswerks, einen Kurs in „Mobile Journalism“. Als er in den Semesterferien nach Hause zurückkehrte, fand der Genozid an den Rohingya von 2017 statt, und Mohammed musste nach Bangladesch fliehen. Im Camp Kutupalong in Cox’s Bazar in Bangladesch arbeitete er als Redakteur für die Rohingya Women’s Education Initiative und dokumentierte das Leben im Camp. Mohammeds Fotos wurden u.a. 2020 im Rahmen der Ausstellung „Joint Response Plan Exhibition“ bei den Vereinten Nationen in Genf, in der Galerie Clairefontaine in Luxembourg, in der Ausstellung Rohingya Dreams in Bangladesch und in der Wanderausstellung Körperationen in Baden-Württemberg ausgestellt. Fotografien und Lyrik wurden u.a. in PEN Melbourne Magazin 2/2019 und in der Poetry for Humanity Anthology, im Januar 2020 veröffentlicht. 2025 präsentierte der Konzept e.V. in Kassel die Solo Ausstellung Arakan Roll, mit Lyrik und Fotografien.
Marga Sari
Marga Sari ist ein Musikkollektiv aus Kyoto, das 1997 gegründet wurde. Zu seinen Mitgliedern zählen Musiker, bildende Künstler, Forscher, Pädagogen und Kunstmanager, die ein vielfältiges Kollektiv bilden, das die einzigartigen Fachkenntnisse jedes einzelnen Mitglieds nutzt, um eine Vielzahl von Projekten durchzuführen. Eins der Hauptziele der Gruppe ist die Aufführung und Förderung indonesischer klassischer Musik, was durch regelmäßige Konzerte mit traditioneller Musik erreicht wird. Darüber hinaus lädt das Kollektiv in Zusammenarbeit mit der Indonesischen Nationaluniversität für Kunst, Campus Yogyakarta, regelmäßig Dozenten zu Workshops nach Japan ein.
Seit seiner Gründung hat Marga Sari die Rolle der Gamelan-Musik in der heutigen Gesellschaft erforscht und sich an Aktivitäten beteiligt, die auf der Tradition aufbauen und gleichzeitig deren Grenzen überschreiten. Konkret bedeutet dies, dass neue Stücke geschaffen werden und mit Komponisten aus dem In- und Ausland zusammengearbeitet wird, um neue Gamelan-Musik zu komponieren. Zudem wird und mit zeitgenössischen Künstlern aus anderen Genres zusammengearbeitet, um gemeinsame Werke zu produzieren. Marga Sari hat zahlreiche neue Stücke kommissioniert, unter anderem von Akio Suzuki, Will Eisma, Jose Macéda, Yohanes Subowo, Vincent McDermott, Hiroshi Nanatsuya, Yoriaki Matsudaira, Minao Shibata, Shigenobu Nakamura, Takashi Inagaki, Makoto Nomura, Masami Noda, Michael Asmara, David Kotlowy, Mizuki Aita, Mamoru Fujieda, Yasuno Miyauchi, Noriko Koide and Kosei Hayashi. Mit dem Komponisten Masahiro Miwa besteht eine lange Kollaboration, die in fünf Gamelanstücken seit 2007 resultierte.
Ein weiterer Schwerpunkt sind soziokulturelle Aktivitäten. In Anbetracht der heutigen Rolle des Gamelan setzt sich Marga Sari aktiv mit der Funktion der Musikkultur innerhalb der Gesellschaft auseinander. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Personen – darunter Menschen mit Behinderungen, Überlebenden von Naturkatastrophen, Obdachlosen, Tagelöhner, ältere Menschen und Kinder in entvölkerten Gebieten – hat es sich für Kunst und soziale Inklusion eingesetzt.
Eintritt frei, Spende erbeten.
Veranstaltet vom Zentrum für Interkulturelle Musik e.V. (Kassel). Mit freundlicher Unterstützung der Japan Foundation und der Stadt Kassel.
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Eine Kollaboration zwischen Marga Sari, dem Klangkunst-Projekt Tan Bone, und dem Rohingya-Poeten Azad Mohammed sowie Kasseler Musiker:innen
Auf der Basis von Improvisation werden Gedichte von Azad Mohammed in der Sprache der Rohingya, Birmanisch und Englisch musikalisch interpretiert, wobei die Klänge des Gamelans, Elektroakustische Musik und Instrumentalklänge die Vielfalt des sprachlichen Vortrags spiegeln.
Tan Bone ist ein internationales Klangkunst-Kollektiv dass sich mit Sound und Menschenrechtsfragen angesichts des Konflikts in Myanmar auseinandersetzt. Tan Bone versteht sich als Plattform der künstlerischen Kollaboration zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden. Gegründet 2021 von li li k.s.a und Joshua Weitzel, arbeitet Tan Bone mit Mitteln von elektroakustischer Komposition, Web-Apps, Lecture Performance, Netzwerkbildung und Installation. Vor allem mit dem Zyklus „Sound Pot“, der Objekte von ermordeten Aktivisten Ausstellungen und Präsentationen in Deutschland, Österreich, Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Thailand und Australien u.a. im Rahmen von documenta fifteen, Opening Sound Art Festival Trier 2021, Marburger Kunstverein, Dystopia Sound Art Biennale Berlin 2024, Mozarteum Salzburg. „Solidarity Noise Project“ wurde 2022 auf der CD „im Hier und Jetzt oder Nie“ der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik veröffentlicht. Für den Hessischen Rundfunk entstand 2023 die Komposition „Mit dem Rücken zur Wand“.
Azad Mohammed, geboren 1996 in Buthidaung, Myanmar, lebt in Vellmar. Als Angehöriger der Rohingya war Azad Mohammed der Besuch einer Hochschule in Myanmar verwehrt. Dort ist es seit 2012 den Rohingya verboten, ein Studium zu absolvieren. Mohammed zog nach Indien und belegte am Don Bosco Technical Institute in New Delhi, einem Institut des UN-Flüchtlingshilfswerks, einen Kurs in „Mobile Journalism“. Als er in den Semesterferien nach Hause zurückkehrte, fand der Genozid an den Rohingya von 2017 statt, und Mohammed musste nach Bangladesch fliehen. Im Camp Kutupalong in Cox’s Bazar in Bangladesch arbeitete er als Redakteur für die Rohingya Women’s Education Initiative und dokumentierte das Leben im Camp. Mohammeds Fotos wurden u.a. 2020 im Rahmen der Ausstellung „Joint Response Plan Exhibition“ bei den Vereinten Nationen in Genf, in der Galerie Clairefontaine in Luxembourg, in der Ausstellung Rohingya Dreams in Bangladesch und in der Wanderausstellung Körperationen in Baden-Württemberg ausgestellt. Fotografien und Lyrik wurden u.a. in PEN Melbourne Magazin 2/2019 und in der Poetry for Humanity Anthology, im Januar 2020 veröffentlicht. 2025 präsentierte der Konzept e.V. in Kassel die Solo Ausstellung Arakan Roll, mit Lyrik und Fotografien.
Marga Sari
Marga Sari ist ein Musikkollektiv aus Kyoto, das 1997 gegründet wurde. Zu seinen Mitgliedern zählen Musiker, bildende Künstler, Forscher, Pädagogen und Kunstmanager, die ein vielfältiges Kollektiv bilden, das die einzigartigen Fachkenntnisse jedes einzelnen Mitglieds nutzt, um eine Vielzahl von Projekten durchzuführen. Eins der Hauptziele der Gruppe ist die Aufführung und Förderung indonesischer klassischer Musik, was durch regelmäßige Konzerte mit traditioneller Musik erreicht wird. Darüber hinaus lädt das Kollektiv in Zusammenarbeit mit der Indonesischen Nationaluniversität für Kunst, Campus Yogyakarta, regelmäßig Dozenten zu Workshops nach Japan ein.
Seit seiner Gründung hat Marga Sari die Rolle der Gamelan-Musik in der heutigen Gesellschaft erforscht und sich an Aktivitäten beteiligt, die auf der Tradition aufbauen und gleichzeitig deren Grenzen überschreiten. Konkret bedeutet dies, dass neue Stücke geschaffen werden und mit Komponisten aus dem In- und Ausland zusammengearbeitet wird, um neue Gamelan-Musik zu komponieren. Zudem wird und mit zeitgenössischen Künstlern aus anderen Genres zusammengearbeitet, um gemeinsame Werke zu produzieren. Marga Sari hat zahlreiche neue Stücke kommissioniert, unter anderem von Akio Suzuki, Will Eisma, Jose Macéda, Yohanes Subowo, Vincent McDermott, Hiroshi Nanatsuya, Yoriaki Matsudaira, Minao Shibata, Shigenobu Nakamura, Takashi Inagaki, Makoto Nomura, Masami Noda, Michael Asmara, David Kotlowy, Mizuki Aita, Mamoru Fujieda, Yasuno Miyauchi, Noriko Koide and Kosei Hayashi. Mit dem Komponisten Masahiro Miwa besteht eine lange Kollaboration, die in fünf Gamelanstücken seit 2007 resultierte.
Ein weiterer Schwerpunkt sind soziokulturelle Aktivitäten. In Anbetracht der heutigen Rolle des Gamelan setzt sich Marga Sari aktiv mit der Funktion der Musikkultur innerhalb der Gesellschaft auseinander. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Personen – darunter Menschen mit Behinderungen, Überlebenden von Naturkatastrophen, Obdachlosen, Tagelöhner, ältere Menschen und Kinder in entvölkerten Gebieten – hat es sich für Kunst und soziale Inklusion eingesetzt.
Eintritt frei, Spende erbeten.
Veranstaltet vom Zentrum für Interkulturelle Musik e.V. (Kassel). Mit freundlicher Unterstützung der Japan Foundation und der Stadt Kassel.
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