In Erinnerung an die Reichspogromnacht
Die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung vor 88 Jahren werfen angesichts gegenwärtiger Entwicklungen erneut die Frage auf, wie eine Gesellschaft an einen solchen Punkt gelangen konnte. Mit einem wiedererstarkenden Antisemitismus, dem Aufflammen autoritärerStrömungen und der damit einhergehenden Gewalt gegen marginalisierte Gruppen reiht sich Deutschland aktuell in einen globalen Trend ein – dabei zeichnet die deutsche Geschichte ein so klares wie mahnendes Bild.
In Erinnerung an die jüdischen Mitbürger:innen Kassels, die Opfer der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden, putzen Mitarbeitende des Theaters über den Tag hinweg die Stolpersteine in der Stadt, darunter auch diejenigen für die deportierten jüdischenTheatermitarbeitenden. Um 17:30 versammeln wir uns im Foyer des INTERIM und hören die Biografien der Verfolgten. Gerahmt wird das Programm mit Beiträgen von Tanz und Musik.
„Erinnerung ist kein Zustand, sie ist ein aktives Handeln – jeden Tag aufs Neue.“ Dieses Zitat von Gabriela Katz macht die Dringlichkeit eines lebendigen Erinnerns deutlich – als Warnung vor einer Wiederholung zerstörerischer Narrative und dem Abhandenkommen von Menschlichkeit.
Tickets: https://www.staatstheater-kassel.de/play/inerinnerungandiereichspogromnacht-3536
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Staatstheater Kassel






