Das Fridericianum zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung von Catherine Opie in Deutschland, parallel zur Schau der Künstlerin in der National Portrait Gallery in London. Die Präsentation ist von der Künstlerin speziell für das Fridericianum konzipiert worden, so dass die Werke in einen Dialog mit der Architektur und Geschichte des historischen Gebäudes treten.
Was macht den Menschen aus?Gezeigt werden zentrale Werkgruppen aus einem Zeitraum von über dreißig Jahren: von den frühen Porträtaufnahmen in den LSBTIQ*‐Gemeinschaften, über fotografische Serien, die Landschaften als Resonanzräume für Identität, Hoffnungen und Traumata erkunden, bis hin zu den Dokumentationen von Bewegungen wie Black Lives Matter oder von Protestmärschen im Kontext der Präsidentschaft von Donald Trump.
Die Fragen, was einen Menschen ausmacht, welche Einflüsse ihn zu dem formen, was ihn charakterisiert, wie eine Loslösung von den determinierenden gesellschaftlichen Prägungen möglich ist und welche alternativen Lebensentwürfe realistische Optionen sein könnten, bilden den zentralen Rahmen für das Schaffen von Catherine Opie. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet die Künstlerin an einem komplexen Werk, das insbesondere Fotografien, aber auch Filme, Kunstbücher und Installationen umfasst.
Opie knüpft dabei an die Traditionen der sozialorientierten Fotografie des 20. Jahrhunderts an und unterzieht sie einer weitsichtigen, einfühlsamen Aktualisierung. Damit einhergehend begründet sie eine ganz eigene Bildsprache und ‐ästhetik, wodurch sie – zusammen mit der gesellschaftlichen Relevanz ihrer Themen – zu den einflussreichsten Positionen der Gegenwart zählt.
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Fridericianum
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Kulturamt Stadt Kassel
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